Aus uralter Tradition wird vor der Hochzeit ein Polterabend gefeiert. Der Ursprung entstand dadurch, dass man durch den Lärm beim Zerschlagen von Porzellan und Keramik böse Geister verscheuchen wollte, damit das Brautpaar einen guten Start in die Ehe hat.
Heute ist der Polterabend eine lockere Feier ohne viel Aufwand zu betreiben. Sie geben Ihren Bekannten, Nachbarn und Arbeitskollegen, die keine Einladung zur Hochzeit erhalten haben, die Möglichkeit mit Ihnen zu Feiern.
Tipp: Sie werden Geschenke erhalten, also halten Sie Platz bereit
Da es zu einem Polterabend keiner direkten Einladung bedarf, ist es schwierig abzuschätzen wer denn alles kommt, häufig kommen mehr Gäste zum Polterabend, als zur eigentlichen Hochzeit.
Ort
Wenn Sie einen Garten zur Verfügung haben, dann können Sie dort einige Zelte aufbauen. Achtung: keine Zelte im 3x3 m Format kaufen, besser mieten Sie ein Großes. Fragen Sie doch mal bei der Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder dem THW nach, dort erhalten Sie für kleines Geld richtig große und stabile Zelte.
Wenn Sie keinen Garten haben, sollten Sie ein Vereinsheim in Betracht ziehen.
Essen, Trinken und Musik
Mehr braucht man für einen guten Polterabend nicht. Alles darf auch sehr einfach sein, d.h. Sie können Würstchen und einige Salate anbieten, ohne ein schlechtes Gewissen zu kommen. Auch können Sie Ihre Freunde bei den Salaten um Hilfe bitten, so haben Sie nicht so viele Aufgaben.
Getränke sollen Sie sehr großzügig auf Kommission bereitstellen, da Sie die Gästeanzahl ja nicht wissen.
Musik aus einer Stereoanlage ist völlig ausreichend.
Zeit
Machen Sie nicht den Fehler und legen Sie den Polterabend an dem Tag vor Ihrer Hochzeit, wie es früher der Fall war. Mindestens einen Tag sollten Sie zur Erholung haben. Heute wird der Polterabend meistens an dem Wochenende vor der Hochzeit gefeiert.
Darf gepoltert werden?
Viele Leute verstehen unter dem Polterabend auch eine riesige Sauerei, daher sprechen Sie vorher mit möglichst vielen Leuten darüber, wie weit man bei Ihnen gehen darf, hier empfiehlt es sich Eltern und Geschwister mit einzuspannen, sie hören natürlich mehr als Sie.
Wenn Sie nicht wollen, dass gepoltert wird, benennen Sie die Party einfach um, als Junggesellenabschiedsparty.


